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Am Samstag, den 02. Juni 2012 fand in Münster der (D)Eine Welt Gipfel statt.
Es fanden vier Workshops statt zu den Themen: Landwirtschaft und Ernährung, Rio+20 – die Rolle der Zivilgesellschaft, Transition Towns und eine Zukunftswerkstatt. In der Mittagspause gab es zudem Mitmachstationen, an denen jedeR den eigenen globalen Fußabdruck ausrechnen konnte, erfuhr, was ein Carrot Mob ist und wie man ihn organisiert u.v.m.
Das Ergebnis des Gipfels war eine Jugenddeklaration, die an EntscheidungsträgerInnen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene kommuniziert wurde. Hier ist sie (gefolgt vom Jugendgipfel-VIDEO und die Fotostrecke zum Jugendgipfel findet Ihr hier!):
DEKLARATION
(D)EINE WELT GIPFEL NRW
Welche Zukunft willst Du?
Etwa 70 Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren trafen sich am 02. Juni 2012 im Stadtweinhaus in Münster zum "(D)Eine Welt Gipfel NRW", um eine Deklaration mit Ihren Forderungen anlässlich des anstehenden RIO+20 Gipfels zu erarbeiten.
Organisiert wurde der Gipfel von der Kampagne "Heiße Zeiten - Nimm die Zukunft in die Hand!", dem Eine Welt Netz NRW und dem Jugendnetzwerk des Eine Welt Netz NRW Open Globe".
Wir fordern:
Allgemein
- Einführung von Sustainable Development Goals in Ergänzung zu den Millennium Development Goals. Beide Zielbereiche bis 2020 umsetzen! Sanktionsmechanismus bei Nichteinhaltung etablieren.
- Wirtschaftliches Wachstum nicht länger als das "Maß der Dinge" zu betrachten: Erarbeitung eines ökologischen und sozialen Wohlstandsindikators.
- Transparenz bei Entscheidungsprozessen: Keine Hinterzimmerverhandlungen in der Politik!
Ernährung
- Selbstverpflichtungserklärungen von Einzelpersonen, Beschaffern hinsichtlich eines bewussten Einkaufs und Verkaufs von Lebensmitteln: regional, saisonal sowie fair gehandelt.
- Konsum von tierischen Produkten zu reduzieren.
- Keine Exporte von überschüssigen Lebensmitteln in Länder des Globalen Südens! (Ökologisch und sozial schädliche Subventionen abbauen)
- Förderprogramme zur Sensibilisierung der Bevölkerung im Umgang mit Lebensmitteln.
Schule und Jugendengagement
- Bereits existierende Partizipationsstrukturen für junge Menschen sollen gestärkt und gefördert werden: Beispielsweise durch Räume oder durch finanzielle Unterstützung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Werbung.
- Stärkere Einbindung von Themen globaler und sozialer Gerechtigkeit in den schulischen Bereich (Projekttage, Lehrpläne etc.)
- Im außerschulischen Bereich inklusive, interreligiöse und -kulturelle, selbstbestimmte Strukturen und Jugendeinrichtungen ausbauen.
"Post-fossile Gesellschaft"
- Institutionelle Reformierung der UN:
- kurzfristig: Schaffung eines Rats für nachhaltige Entwicklung als Nebenorgan.
- langfristig: Ersetzung des Wirtschafts- und Sozialrats durch einen Rat für nachhaltige Entwicklung.
- Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs: ÖPNV muss angenehmer werden, schneller, kostengünstiger oder gar kostenlos. Außerdem sollen langfristig nur noch Elektrobusse, die mit Strom aus regenerativen Energien fahren, eingesetzt werden. Innenstädte sollten weitgehend autofrei sein. Verkehrsverbünde sollten sich besser untereinander abstimmen!
- Es sollten (finanzielle) Anreize geschaffen werden, fossile Energieträger in der Erde zu lassen und dafür Ökosysteme zu schützen (z.B. Nationalpark Yasuni/Ecuador)
Euer Kommentar muss von uns frei gegeben werden. Also wundert Euch nicht, wenn Ihr Euren Kommentar nicht sofort seht, wir sind nicht immer am Computer und checken Emails...






















