Taten statt warten!

Das „Heiße Zeiten“-Jugendforum in Neuss beschließt Klima-Deklaration. Fernsehmoderatorin Shary Reeves ist vom Engagement der Jugendlichen begeistert.

Düsseldorf 15.09.09
 

Rund 100 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren hatten sich am vergangenen Samstag in der Janusz-Korczak Gesamtschule in Neuss zum 2. Jugendforum der Klimakampagne „Heiße Zeiten“ getroffen, um ihre Forderungen an die Klimapolitik zu artikulieren. Einen Tag lang diskutierten die Jugendlichen aus ganz NRW mit internationalen Gästen aus Ecuador und Malaysia über die Folgen des Klimawandels und planten wachrüttelnde Aktionen. Ihr Motto hieß: „Taten statt warten!“ So bereiteten sie Straßenaktionen vor, malten ihre Botschaften auf T-Shirts, gestalteten zusammen mit einem kolumbianischen Künstler ein großes Wandbild, gründeten Aktionsgruppen an ihren Schulen, schnitten aus Pappe Bäume aus und nagelten sie an Holzkreuze, mit denen sie durch die Stadt zogen. Sie drehten Videofilme und brachten eine Forumszeitung heraus. 


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Begrüßt wurden die Jugendlichen unter anderem von der Fernsehmoderatorin Shary Reeves (Kinder- und Jugendsendung „Wissen macht Ah!“), die begeistert von dem vielfältigen Engagement der Jugendlichen war. Die Botschafterin der Klimakampagne „Heiße Zeiten“ des Eine Welt Netz NRW kennt die Wünsche und Probleme von jungen Menschen und betonte: „Jugendliche sind die Akteure von morgen und sitzen künftig am längeren Hebel. Je früher man deren Bewusstsein weckt, desto besser.“ Kinder und Klimawandel sind für die deutsch-amerikanische Moderatorin mit afrikanischen Wurzeln zum Zentrum ihres Engagements geworden. „Ich unterstütze daher die Kinder- und Jugendkampagne ‚Heiße Zeiten’. Wer mich kennt, kennt dann auch die Kampagne und macht mit. Und dann werden Gleichaltrige mitgerissen und wir werden immer mehr“.

Kampagnenleiterin Monika Dülge wollte den jugendlichen TeilnehmerInnen in Neuss „die Möglichkeit geben, ihre Stimme zu erheben und Forderungen einzubringen für ein wirkungsvolles und weitreichendes Abkommen zum globalen Klimaschutz.“ Dem Anspruch kamen die Jugendlichen auch engagiert nach und formulierten in 15 Arbeitsgruppen viele Wünsche und ganz konkrete Forderungen zum Klimaschutz: Die reichten von mehr Bäume pflanzen, die Massentierhaltung einschränken und sich bewusster ernähren über Forderungen nach grüner Energieerzeugung in Kommunen, schadstoffarmen Dienstwagen und nachhaltiger öffentlicher Beschaffung bis hin zu einem CO2-Verbrauchskonto für jeden Bürger und Förderung der Wasserstofftechnik.

 

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Zum Ende der Veranstaltung wurden die Forderungen zusammengetragen und der stellvertretenden Bürgermeisterin von Neuss, Angelika Quiring-Perl, als Jugend-Klima-Deklaration überreicht. Über politische Gremien im Land und über Jugendorganisationen wird die Deklaration im Dezember nach Kopenhagen gelangen und soll im Sinne von „weniger Reden, mehr Taten!“ die dortige internationale Klimaschutzverhandlung positiv beeinflussen. Die Deklaration sowie die Videos des Jugendforums stehen ab der 40 KW hier auf der Kampagnenseite bereit.

 

Video - Interview

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Weiteres Material

1 - Die jugendlichen TeilnehmerInnen aus dem Video-Workshop, organisiert von SolarNet International, haben einen eigenen Bericht mit Fotos bereits online gestellt. Bitte hier klicken!

 

2 - Unsere Fotostrecke zum Jugendforum 2009 könnt Ihr hier finden!

  

 

3 - Unsere 2008er Fotostrecke zum Jugendforum könnt Ihr hier finden!

 



Kooperationspartner des Jugendforums waren:

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Unterrichtsmaterialien

Unterrichtsmaterialien zum Thema Afrika und Klimawandel finden sich hier: [www.gesichter-afrikas.de]

 
 

 

 

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